100 % Fernunterricht am MHG

Gesetzliche Grundlage:

Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmannes Nr. 63/2020 vom 03.11.2020

Rahmenbedingungen: Fernunterricht und Notenelemente
Der Fernunterricht erfolgt in Form von Videokonferenzen auf der schulinternen Lernplattform sowie in Form von Arbeitsaufträgen, die von den Schülerïnnen bearbeitet werden müssen.
Der Inhalt der Arbeitsaufträge darf auch Inhalt zukünftiger Klassenarbeiten oder Prüfungen werden. Arbeitsaufträge müssen mündlich und termingerecht erläutert werden. Dies soll nicht nur dem Verständnis der Aufgaben, sondern auch der Motivation dienen. Außerdem begleiten und betreuen wir unsere Schülerïnnen in dieser schwierigen Zeit durch persönlichen Kontakt (online, E-Mail, Gruppensettings) oder Care-Gespräche.
Die Lehrpersonen legen bei den Arbeitsaufträgen die Gewichtung und Bewertung fest. Neben der summativen Bewertung soll in Zeiten des Fernunterrichts vermehrt auch die formative Bewertung in den Blick genommen werden. Formen der Bewertung können sein: Lernprodukte: z.B. Plakat, Grafik, Bericht, Dokumentation, EVA-Modul, Journal, Denktagebuch usw.; Präsentationen: z.B. Referat, Problemreflexion, Rollenspiel, Erklärung, Video-Tutorials, Audios usw. oder der Prozess: Projektverlauf, Projektbericht, EVA, Lernjournal, usw.
Es kann nun auch sinnvoll und wird auch notwendig sein, Tests online zu gestalten oder
Onlineprüfungen mit 100 % Gewichtung zu bewerten, wenn die Abwicklung ordnungsgemäß erfolgt. Für die dritte und fünfte Klasse werden Online-Simulationen als Vorbereitung auf die Matura (Deutsch, Humanwissenschaften, Italienisch) an den bereits vorgesehenen Samstagen durchgeführt. Die Teilnahme ist verpflichtend. Sollte der Fernunterricht über den November hinaus verlängert werden, betrifft diese Maßnahme auch die vierte Klasse.
Die Schule stellt zur Verteilung von Aufgaben die schulinterne Lernplattform zur Verfügung. Der integrierte Mailingservice dient der unkomplizierten und einfachen Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Schülerïnnen.

Zeitstruktur:
Die Lehrpersonen verpflichten sich, Aufträge im zeitlichen Umfang des im Stundenplan vorgegeben Unterrichts zu erstellen. Es gilt der im September beschlossene „Stundenplan im Falle eines Lockdowns“; die Videokonferenzen sind verpflichtend, die Anwesenheiten zählen und werden überprüft.
Insbesondere für die Schülerïnnen des ersten Bienniums sollten konkrete und kleine Zeitfenster für die Bearbeitung vorgegeben werden, da diese eine Strukturierung des Tages erleichtern.

Besprechung/Rückläufe:
Die Schülerïnnen verpflichten sich, die Aufträge der Lehrpersonen eigenverantwortlich und selbständig zu bearbeiten.
Die Lehrpersonen informieren sich über den Bearbeitungsstatus der Aufträge und erreichte Ergebnisse. Die Kommunikation erfolgt über die schulinterne Lernplattform.

Erreichbarkeit:
Die Lehrpersonen sind über die Lernplattform zu erreichen.
Nach Bedarf und Anforderung kann die persönliche Sprechstunde in Anspruch genommen werden. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das Sekretariat.
Sollten Erkrankungen, Probleme bei Angeboten oder sonstige besondere Ereignisse dazu führen, dass die Lehrperson kurzzeitig das Einstellen von Aufgaben nicht gewährleisten kann, so werden die Lernenden darüber informiert.

Dokumentation:
Die Lehrpersonen erstellen Zweimonatspläne nach der im Plenum beschlossenen Kriterien (strukturierte Unterrichtsvorbereitung). Diese sind ein Planungsinstrument und werden laufend aktualisiert, sodass sie nach erbrachter Arbeit als Nachweis (Dokumentation) gelten.

Webkonferenzen:
Im Rahmen des Fernunterrichts am MHG werden regelmäßig, täglich und kontinuierlich Webkonferenzen über unsere schulinterne Lernplattform angeboten; diese sind verpflichtend. Bei Abwesenheit ist eine Entschuldigung über das digitale Register erforderlich. Die Videokonferenzen beginnen täglich um 8.15 Uhr, von Montag bis Freitag. Eine Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten; in der Regel finden drei bis fünf Videokonferenzen pro Unterrichtstag statt. Es gilt der vom Kollegium im September verabschiedete Plan. Inhaltliche und zeitliche Anpassungen können erforderlich sein.

Strukturieren und Organisieren:
Feste wöchentliche Termine und Abläufe für Schülerïnnen helfen, auch zu Hause im Arbeitsflow zu bleiben und sich zu fokussieren. Ein ruhiger und aufgeräumter Arbeitsplatz mit allen erforderlichen Unterrichtsmaterialien, ein stabiles Wlan und ein eigenes Gerät (PC oder Tablet) sind gute Voraussetzungen für ein zielorientiertes und strukturiertes Lernen. Falls Schülerïnnen Unterstützung brauchen, können sie sich an die Fachlehrerinnen, Beratungslehrerinnen sowie die Inklusionslehrerin wenden.

Kommunizieren und Rückmelden:
Es ist wichtig, auf Ebene der Schülerïnnen und Lehrpersonen innerhalb fester Zeitstrukturen Raum zum lebendigen Austausch und gegenseitigen Rückmelden zu geben. Unsere Lernplattform bietet hier mehrere Settings:

Lehrpersonen & Schülerïnnen:
Um mit der Klasse im Rhythmus und Austausch zu bleiben, sollten Unterricht, Lernberatung sowie eine Kommunikation mehrmals in der Woche zu definierten Terminen online stattfinden. Den Schülerïnnen wird zusätzlich auf die Möglichkeit zu Einzelgesprächen angeboten, um Ängste und Sorgen zu nehmen. Dafür zuständig sind in erster Linie unsere Care-Lehrerinnen, aber auch die KL-Tandems oder jede Lehrperson. Fachlehrpersonen können je nach Bedarf und Notwendigkeit online verschiedene Unterstützungs- und Förderangebote zur Verfügung stellen.

Beratungslehrerinnen & einzelne Schülerïnnen:
Die Schülerïnnen können sich bei Bedarf von Montag bis Freitag über den Mailzugang unserer Lernplattform bei den Beratungslehrerinnen zu einem persönlichen Gespräch anmelden. Die individuelle Beratung wird dann zeitnah und außerhalb der Zeiten des Onlineunterrichts vereinbart.

Weitere Gruppen:
Medizinerinnen: Maturantinnen bereiten sich auf den Aufnahmetest Medizin vor
Sprachförderprojekte: Schülerïnnen mit Migrationshintergrund oder mit Sprachschwierigkeiten arbeiten mit Deutschlehrerinnen
Philosophisches Café virtuell: Maturantinnen gehen gemeinsam mit ihrer Philosophielehrerin auf gedankliche Entdeckungsreisen und üben das „Denken ohne Geländer“
Radio 2021: Maturantinnen gestalten Radiobeiträge für RAI-Südtirol - Begabungsförderung
Schulforum: Die gewählten Vertreterinnen aus jeder Klasse besprechen mit der Direktorin ihre Anliegen und Fragen

Außerhalb der Unterrichtszeiten können sich Schülerïnnen auf der Lernplattform treffen.

Arbeitssicherheitskurse: Für die 2. und 3. Klasse wurden die Arbeitssicherheitskurse eingerichtet, die verpflichtend zu machen sind. Sie sind Voraussetzung für die Praktika in der 3. und 4. Klasse.

Lehrpersonen & Eltern: Persönliche Sprechstunde
Auch Eltern sollten die Gelegenheit bekommen, sich direkt mit Lehrpersonen austauschen zu können. Eine Anmeldung über das Sekretariat ist erforderlich. Falls möglich, finden die Treffen unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsregeln in der Schule statt. Auch Onlinetreffen können organisiert werden. Die Termine der persönlichen Sprechstunde der Lehrpersonen (wöchentlich) sind auf der Website veröffentlicht.

Tutorials
Für die Schülerïnnen ist es am wichtigsten, den Kontakt zu Gleichaltrigen nicht zu verlieren. Daher sollten Eltern und auch Lehrpersonen Gelegenheiten zum virtuellen Socializing ermöglichen. In den vom MHG organisierten und begleiteten Tutorials unterstützen Schülerïnnen der oberen Stufe Schülerïnnen der unteren Stufe.
Auch das methodische Setting, wie Tandems, Kleingruppenarbeit, hilft, in Kontakt zu bleiben. Unsere Tooltipps neben der Lernplattform: WhatsApp, Videoanrufe, Skype, Instagram, TikTok.