Dreijahesplan 2017 - 2020

Dreijahresplan 2017-2020

Unsere Schwerpunkte in Unterrichtsentwicklung (UE) und Organisationsentwicklung (OE)
In den kommenden drei Jahren setzen wir neben der Weiterführung eines guten Unterrichts am MHG, der Fortführung der Pilotprojekte (Sprachenvolontariat, Schultausch mit Marcelline, Zeiler Hof) und der fächerübergreifenden Projekte folgende Schwerpunkte:

1. Schulkultur: Schulgemeinschaft erleben und feiern:

Schöne Formen des Miteinanders – Haus der Gastfreundschaft
Für SchülerInnen und Lehrpersonen
Maten: 1. und 4. Klasse
1. Klasse: Quellentag (Mutterkloster Brixen)
2. Klasse: School’s In (1. Schultag im Schulhof)
3. Klasse: Lichtfeier; SchulbotschafterInnen (Bildungsmesse, Schnuppernachmittage)
4. Klasse: School’s Out (Letzter Schultag im Hof)
5. Klasse: Abschlussfeier (Kapuzinerkirche)

klassenübergreifend:
Lesende Schule: 1. bis 4. Klasse, lt. Vorschlag Schulforum (Evaluation, Reflexion, Anpassung)
Fasching: alle Klassen, stufenübergreifend
Tutorials: SchülerInnen helfen SchülerInnen – Einführungskurs für die Lehrenden
Buffet, Glückstopf , Verkauf von Advent/Osterkränzen beim Elternsprechtag: SchülerInnen als „UnternehmerInnen“

Für Lehrpersonen und nichtunterrichtendes Personal
Geburtstagsfeiern im L-Zimmer
Weihnachtsfeier mit Buffet
Sommerbrunch vor den Abschlusskonferenzen
Pädagogischer Tag mit Ausflug und Essen
Schulinterne Weiterbildung
Für nichtunterrichtendes Personal
Sommerausflug mit Kulturprogramm
Pädagogischer Tag mit Ausflug und Essen

2. Unterrichtsentwicklung: Vielfältiges, intensives und nachhaltiges Lernen:

Übergreifende Anliegen: Selbständigkeit und Eigenverantwortung der SchülerInnen fördern

Schwerpunkte
Neben den Inhalten der Jahresprogramme wollen wir uns in den nächsten drei Jahren besonders folgenden Themen zuwenden.
  • das Thema Medien soll in seinen komplexen Wirkungsbereichen erforscht und bearbeitet werden;
  • spezifische Auswirkungen der Globalisierung auf unseren Lebensraum wollen wir erkennen und beleuchten;
  • im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich ist uns die Freude am logischen Denken wichtig; die MINT-Fächer werden anhand von Projekten im Labor aufgewertet;
  • die Themen Umweltschutz und Gesundheit verbinden wir mit alltagsbezogenen Projekten (Untersuchung und Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetika u.a.);
  • in Deutsch und in den Sprachen geht es uns um den Praxiswert von Texten, beim Argumentieren und im mündlichen Austausch; unser Projekt „Lesende Schule“ bezieht alle Jahrgangsstufen mit ein;
  • die Muttersprache fördern wir schriftlich durch Publikationsprojekte (z.B. neue Publikationsideen, Teilnahme an Wettbewerben) und mündlich durch regelmäßige Gesprächsforen oder individuelle Begabtenentwicklung;
  • Sprach- und Austauschprojekte in der Zweitsprache werden systematisch weitergeführt (Sprachenvolontariat; Austausch Marcelline; „settimana azzurra“; Sprachentag; Lesestunden usw.); Auslandspraktikum in Großbritannien und/oder Sprachreise London angedacht; Vorbereitung der Sommerreise nach Tansania 2018
  • Kompetenzerwerb „VWA“ – Hinführung zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten durch zirkuläres Konzept von der dritten bis zur fünften Klasse;
  • in unserer Schulgemeinschaft spielen die gemeinsamen Feste und das Matenprojekt (Unterstützung der ErstklässlerInnen durch die 4. Klasse) eine wichtige Rolle;
  • kreatives Arbeiten ist uns in allen Fächern wichtig und wird in schulinternen und –externen Ausstellungen (Kooperation mit Galerien, Museen, anderen Schulen) und Veranstaltungen (Theater, Salon) sichtbar gemacht;
  • Lehrfahrten in 3. und 4. Klasse ; Lehrausgänge in der ersten und zweiten Klasse;
  • in allen Fächern wichtig: Aktualität, Gendersensibilität und Stärkung persönlicher Prozesse;
  • Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten (jahrgangsübergreifend);
  • Kreativität ist über das Fach Kunsterziehung und –geschichte hinaus in allen Fächern wichtig;
  • wir wollen den Bezug der gymnasialen Bildung zur Anwendung in der Praxis im Bereich der Sozialpädagogik und auch darüber hinaus für die SchülerInnen erfahrbar machen z.B. über Praktika (s. eigener Bereich), ExpertInnenunterricht und Lehrausgänge.

Wir ermöglichen und unterstützen dies durch
a) Projektvielfalt und Möglichkeiten des fächerübergreifenden Arbeitens:
klassenübergreifend oder nach Klassenstufe, fächervernetzt und mit externen Kooperationen z.B. Partnern
aus verschiedenen Berufsfeldern und –sparten; Besuche von Einrichtungen im sozialen, pädagogischen
oder sanitären Bereich z.B. Besuch in einem Kleinkinderheim oder in einem Berufstrainingszentrum;
Kontakt zu ExpertInnen für schulische und Arbeitsintegration; Einladung von Fachpersonen zu
ausgewählten Themen z.B. Independent; schulübergreifende Gestaltung von Themen z.B. Gender mit der
TFO
Soziales und gesellschaftspolitisches Engagement:
Projekt „Zeiler Hof“: Verbinden von sozialen, pädagogischen, sprachlichen, präventiven und kulturellen
Aspekten (außerschulisch, nachmittags)
Zivilcourage und Solidarität: in Zusammenarbeit mit der Ilse-Waldthaler-Stiftung und mit dem Landesbeirat
für Chancengleichheit im Schuljahr 17/18
Biografie-Arbeit und Erinnerungsarbeit: Geschichte/Humanwissenschaften/Deutsch
Hannah Arendt: Projektarbeit in der Maturaklasse (politisches Denken) und EVA-Module zum Welttag
Philosophie (3.4.5. Klasse, fächerübergreifend)
PR- und Medienbereich:
ECDL: Vorbereitung auf den ECDL-Führerschein (außerschulisch, nachmittags)
Projekt „Medien“: fächerübergreifend in der Maturaklasse
Publikationsprojekte: Sonderausgaben von Zeitungen z.B. 17/18 eres
MHG-Filmnacht: Vision, Analyse, Reflexion
Kulturportfolio: 1. bis 4. Klasse, begleitet von KL, fächerübergreifend, Prozessportfolio und ev.
Präsentationsportfolio bei der Matura
Vorwissenschaftliches Arbeiten: Module 3. bis 5. Klasse (zirkuläres Konzept mit VWA in der
Maturaklasse); Recherche in der Landesbibliothek Tessmann; Präsentieren
Besondere Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung: Simulationen der
Abschlussprüfungen, Kolloquium, Präsentationen üben
Kreativitätsförderung:
Salon: außerschulisch, nachmittags; Salon als Rahmen für Projekte
Öffnung nach außen und Teilnahme an Mal- und Schreibwettbewerben, am Kunstprojekt
„Weihnachtspark in Bozen“
Fotografie-Projekt: themenbezogen z.B. Kalenderprojekt mit Ausstellung auch in
außerschulischen Räumen
Vereinbarungen für besondere Praktika z.B. Betriebspraktika und vielfältige Möglichkeiten der
Zusammenarbeit und Begegnung mit der Arbeitswelt (Apotheke, Kinderhort, Hotel, Fotostudio, Praxis einer
Hausärztin, Betriebe)
b) Individuelle Förderung und Unterstützung von SchülerInnen
Differenzierte Angebote der Unterstützung und Förderung: Gespräche, Begleitübungen, Aufgabenhilfe am
Nachmittag, Vermittlung von besonderen Angeboten z.B. Teilnahme an überregionalen Projekten wie
SchülerInnen-Jury des Filmfestivals Bozen; Talente Tage; Zusammenarbeit mit externen Fachdiensten und
Fachstellen im sozialpädago-gischen Kontext; Gewaltpräventionsprojekte (seit vielen Jahren in
Zusammenarbeit mit „Frauen helfen Frauen“); individuelle Voraussetzungen und Interessen von
Schülerinnen stärken und fördern; Theaterpädagogik als Maßnahme für Begabtenentwicklung
ev. AG „Begabungsentwicklung“ einsetzen
c) Förderung der Muttersprache: Mündlichkeit und Schriftlichkeit
klassenübergreifend: Leseförderung, Lesestunden, Lesende Schule; ev. Poetry Slam,
Philosophie-Slam; Sprachentage; ExpertInnen in der Klasse: JournalistInnen, FotografInnen, Cutterinnen…;
ev. Arbeit an Lesekanon; Bücherstunden
1. und 2. Klasse: Rhetoriktraining; Festigung von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung; Arbeit
an Textsorten,
3. Klasse: „Me & My Book“ in Zusammenarbeit mit dem Bozner Buchladen „Mardi Gras“
4. Klasse: Journalistisches Schreiben
5. Klasse: Rhetoriktraining, Begleitübungen für Maturantinnen und Maturanten: Text-formen der staatlichen
Abschlussprüfung
jahrstufenübergreifend: Lesen/Lernen/Selbstdenken
d) Förderung der Zweisprachigkeit und Zusammenarbeit mit italienischsprachigen Schulen
(Sprachenvolontariat mit Medici, Schulaustausch mit Marcelline)
klassenübergreifend: Sprachenvolontariat mit der Medici-Schule (Fortführung des Projektes seit
dem Schuljahr 2015/16 Pilotprojekt); Aufgabenhilfe Italienisch am Nachmittag (sportello); Sprachreise;
Besuch von Theatern in italienischer Sprache, italienischsprachige Führungen im Museion, im
Dokumentationszentrum Siegesdenkmal (Maturaklasse); Besuch der RAI (italienischsprachige Führung);
ExpertInnen-Unterricht in der Klasse; Möglichkeit der Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung und
Sprachzertifizierungen
3. Klasse: Schulaustausch mit dem Sprachengymnasium „Marcelline“
e) Förderung der Zwei- und Mehrsprachigkeit durch CLIL
klassenübergreifend: Begabtenentwicklung durch individuelle Arbeiten z.B. Teilnahme an Wettbewerben,
Konsequente Arbeit und Reflexion
1. und/oder 2. Klasse: Module Recht/Wirtschaft auf Italienisch (ab 17/18)
3. Klasse: Module Kunstgeschichte auf Italienisch;
3. Klasse: Module Rugby (1. Sem.) und Rounders (2. Sem.) auf Englisch (ab 17/18)
4. Klasse: Module Kunstgeschichte auf Italienisch
5. Klasse: Module Kunstgeschichte auf Italienisch (1. Sem); Eugenik auf Englisch
f) Dalton-Module
In den Fächern Deutsch und Humanwissenschaften werden Dalton-Module (nach der Dalton-Methodik von
Helen Parkhurst) systematisch eingebaut. Am Beginn findet eine Einführung in das fachliche
Themengebiet durch die Lehrperson im so genannten „Class meeting“ statt: Aufgaben vorstellen, neugierig
machen, organisatorische Vorgangs-weisen besprechen, Fragen beantworten. Wir wollen
Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung fördern.
g) EVA-Module
In den Fächern Philosophie, Projektarbeit, Deutsch, Humanwissenschaften gibt es über das Jahr verstreut
verschiedene EVA-Module (Eigenverantwortliches Arbeiten), die auch fächerübergreifend sein können.
EVA-Projekte in den Fächern Geschichte, Philosophie, Deutsch, Projektarbeit.
h) Forschungslabor MHG
Im Alltag werden die SchülerInnen ständig mit naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen
konfrontiert. Im Forschungslabor sollen sie verschiedene Fragen durch experimentelle Untersuchungen
selbstständig lösen.
Die Forschungslabors finden im Rahmen der FÜB-Tage statt oder werden als Projekttage organisiert.
Jedes Jahr werden nach Bedarf bis zu zwei Forschungslabors organisiert. Im Unterschied zu den
Praktikumsstunden im Unterricht, bei denen aus Zeitgründen meist die Versuche von der Lehrperson
vorgeführt werden, arbeiten hier die SchülerInnen selbstständig unter Beaufsichtigung.
In den verschiedenen Klassenstufen werden je nach Aktualität und Lehrplan jährlich neue Themen
bearbeitet. Aufgrund der vielfältigen Aufgabenstellungen können Begabungen so gezielt gefördert werden.
In einem zweiten Schritt werden die gesammelte Daten und Informationen interpretiert, analysiert, erläutert
und kommentiert.
i) Praktika
Intensivierte Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt lt. „La Buona Scuola“
Einsatz von Tutoren/Tutorinnen für jede Schülerin; Praktikumsbericht lt. Vorlage; Vorstellungsgespräch der
Schülerinnen in Eigenregie bei der Praktikumsstelle; Praktikumsbesuch durch Tutor/Tutorin; Fragebogen;
Bewertung (Notenelement für das Zeugnis) des Praktikumsberichtes im Fach Humanwissenschaften
3. Klasse: Einführung eines einwöchigen Praktikums mit dem Fokus Kleinkindbereich (35 WS,
davon drei Tage in der FÜB-Woche)
4. Klasse: Weiterführung des zweiwöchigen Praktikums in einem von der Schülerin gewählten
Bereich aus dem Verzeichnis der zur Verfügung stehenden Praktikumsplätze (70 WS); „settimana
azzurra“ (für Volljährige in der vierten Klasse, fakultativ, vorbereitende Module ab September jeweils)
außerordentliche Praktika zur Berufsorientierung von Schülerinnen mit zieldifferentem
Bildungsplan und außerordentliche Praktika auf Anfrage von Schülerinnen (mit Verein-barungen)
j) Förderung der Freude an der Bewegung
Förderung der Sportgruppentätigkeit z.B. Volleyballspiel mit Marcelline; Rope Skipping Queens, NEU ab
17/18: Sport und CLIL (Rugby/Rounders); bewegte Pause und bewegter Stundenanfang; Teilnahme an
Wettkämpfen der Provinz
k) Mitbestimmung für Schülerinnen: Partizipationsformen am MHG
Neben den verbindlichen Mitbestimmungsformen – Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler,
Klassenversammlungen (2 WS pro Monat, Protokoll) und Klassenrat mit Schülerinnen- und
ElternvertreterInnen – gibt es an unserer Schule zusätzlich:
* Schülerinnenforum: 4 mal im Schuljahr Treffen mit der Direktorin (Information,
Austausch, Anregungen, Rückmeldungen zu Projekten)
* Sitzkreise und strukturierte Gespräche mit KL-Tandems und/oder Direktorin
* Gruppencoachings mit KL und/oder Direktorin (systemisch-lösungsorientiert)
* Verpflichtende Feedbacksysteme: Black Box, Fragebögen zum Unterricht in allen
Fächern
l) Mädchenförderung: in allen Bereichen durch Aktionen, Reflexion und verschiedene
Handlungsmöglichkeiten je nach den Interessensgebieten der Schülerinnen (Allgemeinbildung, Sport,
MINT-Fächer, Sprachen (mündlich/schriftlich), Soziales, Kreativität/Design, Fotografie, politisches Denken
und Handeln usw.)
m) Konsequente Weiterarbeit an FÜB

Curriculare klassenübergreifende Planung: Fächerübergreifende Lernangebote
Übersicht Module

1. Klasse
Einstiegsmodule:
Soziales Lernen: Übergang Mittelschule-Oberschule; Klassenklima und soziales Miteinander, Selbstvertrauen; Lerntechniken, Arbeitsorganisation, Zeiteinteilung, Führung der Unterlagen; Umgangsformen und Umgangston: Knigge, Selbstbewusstsein ; Sicherheit im öffentlichen Raum (Stadtpolizei) oder Internet (Postpolizei); Hip Hop; EDV: Einführung, Vertiefung, Wiederholung Word
→ produkt- und handlungsorientiert
2. Klasse:
Kommunikation und Bildung vielfältig erleben
Schwerpunkte der Module: Klassenklima, soziales Miteinander, ICH-Stärkung, kreatives Lernen und Gestalten, EDV, ev. Sprachenprojekt im Stationenlernen; Bewegung: Hip Hop, Selbstverteidigung für Mädchen
Forschen: z.B. Milch-Labor
EDV: Excel; fakultativ: ev. Sexualpädagogin in der Klasse
→ produkt- und handlungsorientiert
3. Klasse:
3 Tage Praktikum + 2 Tage FÜB
Medien- und Sprachenprojekte; Vorbereitung Sprachreise; EDV Advanced: Themenschwerpunkt wird vor der FÜB-Woche mittels Schülerinnen-Fragebogen festgelegt. Bereiche: Word, WH Excel, PPT, Bildbearbeitung, Moviemaker, Programmieren und Hardware
→ Projekte und Praktikum; handlungsorientiert
4. Klasse:
Schwerpunkte: Lernen und forschen
ev. Vorbereitung auf PLIDA
Besuch psychologischer und sozialpädagogischer Einrichtungen,
Chemie kreativ: Kosmetika herstellen
Kreativität: Fotografie-Workshop
VWA-Modul 2: kleine Facharbeit
EDV Advanced: Themenschwerpunkt wird vor der FÜB-Woche mittels Schülerinnen-Fragebogen festgelegt. Bereiche: Wiederholung Excel, Word, Powerpoint, Bildbearbeitung, Moviemaker, Programmieren und Hardware
→ Projekte und vertiefte Themen: Identität, Sprachen;
produkt- und handlungsorientiert
5. Klasse:
VWA-Modul 3: Schreibtage VWA und 2 FÜB-Tage
Schwerpunkte: VWA, Maturaprüfung, Bewerbungsgespräche– Auswahl:
PR-Mix: Präsentationstechniken, Präsentieren, Rhetorik; Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche; ev. Sprachencafè mit aktuellem Weltgeschehen in italienischer und englischer Sprache; Expertinnen in der Klasse: Kinder- und Jugendanwältin, PensPlan, Psychologin zu Staatsprüfungen und Studienplänen; EDV Advanced: Themenschwerpunkt wird vor der FÜB-Woche mittels Schülerinnen-Fragebogen festgelegt. Bereiche: Wiederholung Excel, Word, Powerpoint, Bildbearbeitung, Moviemaker, Programmieren und Hardware
→ Projekte und vertiefte Themen: politische Bildung, Zukunft
produkt- und handlungsorientiert
Aufbau eines Curriculums: Zuordnung der Schwerpunkte zu den verschiedenen Kompetenzbereichen
Lern- und Planungskompetenz
1. Klasse: Lerntechniken und –methoden,
Arbeitsorganisation
2. Klasse: Stärken/Schwächen-Profil
3. Klasse: Projekte, produktorientiert
4. Klasse: wissenschaftliches Arbeiten
5. Klasse: Bewerbungsgespräche
Kommunikations- und Kooperationskompetenz
1. Klasse: soziales Lernen und Miteinander;
2. Klasse: Theaterpädagogik
3. Klasse: Medien/Sprachenprojekte
4. Klasse: Projekt Bildungseinrichtungen
5. Klasse: PR-Mix für Maturaprüfung,
Interaktion mit Expertinnen
Vernetztes Denken und Problemlösekompetenz
1. und 2. Klasse: Selbstverteidigung
3. Klasse: Einführung in das wissenschaftliche
Arbeiten; Praktikum
4. Klasse: Chemie konkret
5. Klasse: Expertinnen in der Klasse
Soziale und BürgerInnenkompetenz
1. Klasse: Knigge, Stadtpolizei
2. Klasse: Projekte
3. Klasse: Projekte
4. Klasse: Projekte
5. Klasse: aktuelles Weltgeschehen
beim Sprachencafé, politische Bildung
Informations- und Medienkompetenz
1. und 2. Klasse: EDV
3.4.5. Klasse: EDV Advanced, VWA-Modul
Kulturelle und interkulturelle Kompetenz
1. Klasse: Knigge
2. Klasse: Projekte
3. Klasse: z.B. Volontariat mit Geflüchteten
4. Klasse: Medienprojekt
5. Klasse: Projekt oder aktuelles Weltgeschehen
im Sprachencafé (dt, ita, engl)
Wie wollen wir entwickeln?
  • Achtsames Wahrnehmen und Integrieren der Bedürfnisse der SchülerInnen
  • Anregungen durch fächerübergreifende Unterrichtsaktivitäten (FÜB-Woche)
  • Fachbezogene Fortbildungen sowie interne Impulse (Weiterbildungsmarkt)
  • Vernetzung mit anderen Schulen und professionellen Einrichtungen und ExpertInnen-Unterricht
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung des zielführenden und geschickten Einsatz von Medien im Unterricht
  • Pflegen eines guten Kommunikationsniveaus in der Schule (interner Austausch, kollegiale Supervision, Classroom Walkthrough)
  • Wertschätzende Kommunikation und förderliche Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Kleiner Bürokratieaufwand
  • Arbeit am guten Schulklima: Ausflüge, pädagogischer Tag und Zusatzangebote

Beziehungsarbeit: informelle und formale Gespräche


3. Organisationsentwicklung: MHG professionalisiert sich

Die Betrauung der Lehrpersonen liegt in der Kompetenz der Direktorin.
Neben der verlässlichen und unterstützenden Schulleitung gibt es an unserer Schule:

1. OPT – Organisatorisch-pädagogisches Team
Das OPT wird von der Direktorin ernannt und setzt sich derzeit aus drei Lehrpersonen zusammen: der Direktorin, einer Fachlehrerin aus Humanwissenschaften und einer Fachlehrerin aus Naturwissenschaften. Dadurch ist der interdisziplinäre Blick gewährleistet. Im OPT werden organisatorische, pädagogische und didaktische Fragen bearbeitet und mittel- und langfristige Entwicklungen gesteuert. Das Gremium trifft sich kontinuierlich in regelmäßigen Abschnitten und zusätzlich je nach Bedarf.

2. KL-Tandems und KL-Treffen
Seit dem Schuljahr 2016/2017 hat die Direktorin KL-Tandems (KL: KlassenlehrerInnen) für jede Klasse eingesetzt. Drei- bis viermal im Jahr treffen sich die KL mit der Direktorin zur Besprechung von Tagesgeschäften, zur Reflexion der eigenen Arbeit und zur Klärung von Rollenfragen. Diese Form der Zusammenarbeit hat sich bewährt und wird fortgesetzt. Der gemeinsame Austausch und die klassenübergreifende Einordnung sind wichtig für die Entwicklung der Schulgemeinschaft.
Partizipation am MHG ist mehr als formale Beteiligung; es geht um die Haltung einer kollegialen Leitungsverantwortung, um gute Teamarbeit, die stärkend und unterstützend ist. Die Arbeit der KL wird von der Direktorin sehr wertgeschätzt.

3. Schülerinnenforum
Das Schülerinnenforum setzt sich aus den zehn gewählten Schülerinnen-Vertreterinnen und der Direktorin zusammen. Dadurch ist eine Kontinuität in der Zusammenarbeit und Informationsweitergabe gewährleistet. Dieses Denk- und Reflexionsforum trifft sich ca. viermal im Schuljahr; die Tagesordnung wird von der Direktorin erstellt, alle Schülerinnen können Tagesordnungspunkte einbringen. Es geht um Informationsaustausch, Anregungen, Verbesserungsvorschläge z.B. für den Unterricht, für einzelne Fachbereiche, Arbeitsmethoden usw., Rückmeldung zu Projekten. Im Plenum werden die Vorschläge mit den Lehrpersonen, in den Klassenversammlungen mit den Schülerinnen besprochen.

4. Care-Team und Kriseninterventionen
Wir haben das Glück, im Kollegium eine Psychologin zu haben, die im Rahmen der Auffüllstunden ihre Tätigkeit als Beratungslehrerin wahrnimmt. Schwierige Situationen wie psychosoziale Schief- und Notlagen, Krisen, besondere Schwierigkeiten stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen und erfordern professionelles Handeln und Entscheiden.
An der Schule hat sich ein Care-Team gebildet, das aus der Direktorin, der Beratungslehrerin (ausgebildete Notfallpsychologin) und zwei weiteren Lehrpersonen besteht, die im kommenden Schuljahr die Grundausbildung „Care-Team“ des FoBU (Fortbildungs-verbund Bozen) besuchen werden. Am ersten Treffen nimmt auch die Direktorin teil.
Ziele der nächsten Jahre sind die weitere Zusammenarbeit im Team, die Professionalisierung der Gruppe (z.B. durch gezielte Weiterbildung, durch ExpertInnen an der Schule, durch die Planung eines Erste Hilfe Kurses für das Kollegium), die Zusammenarbeit mit externen, professionellen Diensten (z.B. Fachstelle für Essstörungen, Forum Suchtprävention, Projekt „Step“, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Ehe- und Familienberatung).

5. Classroom Walkthrough (CWT) und kollegiale Hospitation (KH)
Beide unterrichtsbezogenen Führungsinstrumente (CWT und KH) haben mit wirksamem Schulleitungshandeln zu tun und wurden im Schuljahr 2016/2017 eingeführt.
Aufgrund der Erfahrung wurde festgelegt, dass jede Lehrperson mindestens einmal im Jahr KH macht. Eine Liste der KH-Tandems (inkl. genaue Fragestellung der Beobachtung) wird im L-Zimmer aufgehängt. Das Feedback erfolgt im Zweiergespräch, die allgemeine Rückmeldung und Reflexion im Plenum.
Im zweiten Semester führte die Direktorin CWT nach der Einführung im Schulforum und Plenum in einer Pilotgruppe (fast alle KL) durch. Die sofortige Rückmeldung über farbige Memo-Notizzettel wurde positiv aufgenommen und wird in den nächsten drei Jahren fortgeführt. Auch der Austausch und das Gespräch in einer KL-Sitzung waren wichtig für die Entwicklung.
Gute Feedbackformen: Klassenrat, KL-Treffen, individuell in einem persönlichen dialogischen Reflexionsgespräch.
Im Schuljahr 2017/2018 wird CWT auf das Kollegium ausgedehnt. Im November 2017 besucht die Direktorin Teil 2 der WB (Teil 1 Herbst 2016).

6. Plenum
Im Plenum arbeiten wir an unserer professionellen und pädagogischen Haltung und setzen uns selbstreflektierend mit eigenen Wertvorstellungen sowie schulischen Vorgaben auseinander (Unsere Schätze).
Im Weiterbildungsmarkt (Fixpunkt bei jedem PL) erzählen die Lehrpersonen von gewonnenen Erkenntnissen und neuen Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen. Eine schöne Form des Lernen-Teilens. Wird auch 2017-2020 weitergeführt.
Neue Ideen und Projekte werden im OPT und in Projektgruppen entwickelt und besprochen und im Plenum angedacht, vorgestellt und nach eingehender Begutachtung per Beschluss auf den Weg gebracht.

7. MHG-Forum

Die Einsetzung eines MHG-Forums mit den gewählten VertreterInnen der Eltern- und Schülerinnen und der Direktorin ist angedacht; sie wird in einer der ersten Plenarsitzungen im Schuljahr 2017/18 besprochen. Wir verstehen darunter ein Forum, in dem Ideen, Anregungen und Fragen gesammelt werden, die vertieft weitergedacht. Es handelt sich dabei um ein Denkforum.


Evaluation
Die Evaluation der Projekte erfolgt meist im Hinblick auf die drei Zielbereiche SchülerInnen, Projekte und Schulentwicklung. Der SchülerInnenbereich wird in Klassenbesprechungen, halbstrukturierten Interviews oder Fragebögen evaluiert. Der LehrerInnenbereich wird sowohl formativ in verschiedenen Projektphasen als auch summativ durch kollegiale Besprechungen evaluiert.
Alle Projekte werden formativ mitevaluiert, mit Schülerinnen evaluiert (s. Partizipation) und in den Arbeitsgruppen (Klassenrat, Sprachengruppe, Projektgruppen, Fachgruppen, KL-Tandems) besprochen und reflektiert.