Jana Vikoler, Rom

Als Dreijährige hatte ich zwei auffallende Merk-male: Ich wollte niemals das tun, was andere taten und ich sehnte mich danach, zu verstehen wie andere Menschen denken. In der Grundschule war ich herausragend im Schreiben, so auch in der Mittelschule. Als ich in die Oberschule kam, war mir die Vielzahl meiner Gedanken, die ich täglich hegte, irgendwann zu viel. Was denkt wer und wie fühlt sich jener, ein Gedanken-Meer bei Flut. Dazu hatte ich absolut kein System, um mit diesen überwältigenden Beobachtungen, Theorien und Wörtern umzugehen.
Der Beginn meiner Zeit in der Oberschule sah alles andere als rosig aus. Ich kassierte “sub-optimale” Noten und spielte mit den Gedanken abzubrechen und einen Beruf zu erlernen.
Glücklicherweise hat mir die Direktorin des Maria Huber Gymnasiums die Möglichkeit gegeben, an einer Aufnahmeprüfung teilzunehmen und so konnte ich in der dritten Klasse einsteigen.
Anfänglich war ich eine etwas schwierige Schülerin, die wenig für Prüfungen studierte und auch nicht das beste Verhalten an den Tag legte. Ich hasste die Schule im Allgemeinen. Es ging mir auch emotional nicht sehr gut.
Durch die liebenswürdige, offene und aufgeschlossene Art der Direktorin, der Lehrpersonen und Mitschülerinnen habe ich “die Kurve gekratzt”. Auf diese Weise habe ich die Liebe zum Lernen wieder gefunden und die Matura mit einer guten Punktzahl abgeschlossen. Diese Schule hat mir viel gegeben. Vor Allem hat sie mich gelehrt, dass es tatsächlich Menschen mit Güte gibt und dass das Universum grundsätzlich freundlich ist.
Nach meinem Abschluss des Maria-Hueber-Gymnasiums habe ich in Amsterdam einen wissenschaftlichen Bachelor in Psychology abgeschlossen, was mir endlich die Möglichkeit gegeben hat, ein System in all meinen Gedanken zu implementieren. Derzeit bin ich mit dem ersten Master Programm in Europa in klinischer Psychosexologie beschäftigt, ein junges Feld, welches Arbeitsmöglichkeiten als Paartherapeutin, Schlichterin bei Scheidungen oder Wissenschaftlerin schafft. Ich freue mich sehr auf eine Karriere als Therapeutin.

Bis heute ist für mich ganz klar: All das wäre niemals möglich gewesen, hätte mich das Maria-Hueber-Gymnasium nicht so herzlich aufgenommen; ich bin euch unglaublich dankbar und möchte diese Schule allen weiterempfehlen, die Menschlichkeit schätzen und es wagen möchten, nach den Sternen zu greifen.